
Bei der Verklebung kommt es zu Problemen, wenn die Temperatur ungleichmäßig ist. Ungleichmäßige Temperaturen im gesamten Laminiatsatz führen dazu, dass sich Luftblasen bilden, die Kanten schwach werden und es zu Nacharbeiten kommt – was wiederum kostspielig ist. Infrarotstrahlung ermöglicht hingegen eine präzise und wiederholbare Steuerung genau dort, wo es wichtig ist – also an der Stelle, an der die Verklebung stattfindet.
Was technisch wichtig ist:
Wir verwenden kurzwellige Quarzin-Infrarotstrahler, weil sie schnell reagieren und ein stabiles Spektrum liefern. Sie treffen auf die Absorptionsbande des Klebstoffs, wodurch eine gleichmäßige Erwärmung durch alle Schichten erfolgt – mit minimalem Konvektionsverlust. Die Leistung pro Modul kann von 1 kW bis 12 kW eingestellt werden, die Spannung von 110 V bis 480 V. Die Länge der Strahler beträgt 150 mm bis 2.400 mm, sodass sie an die Abmessungen Ihrer Presse oder Ihres Ofens angepasst werden können. Schnellwechseldosen sowie standardisierte Befestigungslöcher machen diese Strahler zu einer perfekten Alternative zu den serienmäßigen Heizsystemen – ohne dass eine Umkonstruktion der Maschine nötig ist.
Warum das funktioniert:
Man benötigt konstante Prozesse und wiederholbare Ergebnisse. Bei der Verklebung von EVA- und SGP-Laminaten sorgt eine gleichmäßige Erwärmung dafür, dass keine Hohlräume in den Kanten entstehen und die Verbindung gestärkt wird. Zudem kann die Bearbeitungszeit um bis zu 30 % reduziert werden im Vergleich zu Prozessen, bei denen nur Konvektion verwendet wird. Bei der Abdichtung von Isolierglas trocknet die fokussierte NIR-Energie die Primärabdichtung schnell ab, verkürzt die Zeit für die Sekundärabdichtung und spart somit Platz. Bei der tempered oder gebogenen Verarbeitung liefert Infrarotstrahlung ein präzises und kontrollierbares Heizprofil, damit die gewünschten Krümmungen und Belastungen erreicht werden können – ohne dass die Kanten beschädigt werden. Da die Wärme nur dann aktiviert wird, wenn das Glas in der richtigen Position ist, sinkt der Energieverbrauch.
Ein paar praktische Hinweise:
Infrarotstrahlung benötigt eine Sichtlinie – daher sind Geometrie und Abstände entscheidend. Reflektoren sowie die Anordnung der Lampen müssen an die Größe des Glases sowie dessen Emissivität angepasst werden. Low-e-Beschichtungen ändern die Absorptionseigenschaften des Glases – daher muss die Einrichtung neu kalibriert werden. Es liegt eine kurze Aufwärmzeit vor – doch man sollte auch auf die thermische Verwaltung achten: Empfindliche Komponenten sollten geschützt werden, und der PLC muss in der Lage sein, die schnellen Temperaturänderungen zu bewältigen. Wenn alles richtig eingestellt ist, beträgt die Lebensdauer der Lampen in der Regel 5.000 Stunden, wobei die Leistung stabil bleibt.